Hier findest du die Entstehungsgeschichte und Markenbildung von „dreamwell“, eine fiktive Marke einer elektronischen Schlafmaske, die durch technische Stimulierung der Hirnrezeptoren dich verschiedene, zur Auswahl stehende, Träume träumen lässt, die du dir bequem mit einer App auf dein Smartphone laden kannst, welches mit der Schlafmaske gekoppelt ist wie eine Smartwatch.

01 Beschreibung

Die Aufgabe war es, uns ein neuartiges Instrument auszudenken, für das wir ein Corporate Design anlegen. Am Ende fiel unsere Wahl auf die Idee von „dreamwell“, was in unserem Fall sowohl Firma, als auch das Produkt darstellt.

Es handelt sich dabei um eine Schlafmaske, mit der man seine Träume beeinflussen und den Schlaf verbessern kann. Daher rührt außerdem der Name: dreamwell steht einerseits dafür, dass man gut schläft und andererseits für einen „Quell der Träume“. Das bot uns viel Potential, der Fantasie freien Lauf zu lassen: Man könnte Träume kaufen, einen Online-Shop dafür einrichten, Werbung in Träumen schalten, etc. Überspitzt gesagt: Dieses Produkt kann Träume zu einer zweiten Lebensrealität machen alle Wünsche des Einzelnen erfüllen, egal wie diese aussehen. Diese Offenheit in den Möglichkeiten war für uns gleichbedeutend mit viel Offenheit in der grafischen Inszenierung.

Das Instrument ist in diesem Fall die dreamwell-Schlafmaske. Gestalterisch ist es eine einfache Schlafmaske mit seitlichem Logo-Aufdruck, die in verschiedenen Farben erhältlich ist. In technischer Hinsicht funktioniert die Schlafmaske wie eine Cloud:

Der Nutzer kann sich Träume im dreamwell-Online Shop herunterladen und hat sie automatisch in der dreamwell-Cloud zur Verfügung. Die Schlafmaske synchronisiert sich also von ganz alleine. Sie wird nicht physisch gesteuert – einmal angelegt, misst sie Gehirnströme und jede weitere Steuerung erfolgt per Gedankenkraft. Die Schlafmaske liegt bei einem Preis von 99 €. Die käuflichen Träume sind ebenfalls im Online Shop erhältlich und bieten ein breit gefächertes Angebot aus verschiedenen Segmenten (Action, Landschaften, Erotik/FSK18, etc.), darunter finden sich außerdem „Traumpakete“, die ganze Themenpaletten oder buntgemischte Traumsammlungen vergünstigt anbieten.

Ein einzelner Traum kostet i. d. R. 1,79 €.

02 Farbe

Farben sind für Corporate Design mitunter das wichtigste Wiedererkennungsmerkmal.

Um dreamwell auch authentisch zu gestalten, ist es wichtig, dass die Farben passend abgestimmt sind und die Emotion der Aussage unterstrichen und näher gebracht werden kann. Die Farben, für die wir uns hierbei entschieden hatten, bestehen aus Jade, Emerald, Matter Rauch, Schwarz und Weiß. 

Jade

CMYK
40/0/20/0

#a5d7d5

Emerald

CMYK
20/0/40/0

#d9e6b1

Matter Rauch

CMYK
0/0/10/50

#9d9c93

03 Logo

Das Logo ist das Gesicht eines Unternehmens. Mit dem Logo kann ein Unternehmen eine Message mit einem simplen Wort (der Wortmarke) oder einem illustrierten Bild (der Bildmarke) an seine Zielgruppe und die breite Masse bringen.  

In dieser Sektion zeige ich den Entstehungsprozess der Wortmarke von dreamwell. Eine Wortmarke besteht zumeist nicht nur aus einer Schrift, sondern kann genauso aus Spielereien diverser Typefaces in Kombination bestehen. 

Schritt 1

Der Name dreamwell ist eine Kombination der Wörter „dream“ (engl. für Traum) und well (engl. für Gut; Brunnen, Quelle), was das Projekt perfekt in einem Fantasiewort beschreibt.

Schritt 2

Der Buchstabenabstand wurde verringert, sodass die Zusammengehörigkeit ersichtlicher ist und die Idee einer wellenförmiger Verbindung herrscht.

Schritt 3

Anpassungen in der Mikrotypografie zur Verbesserung der Lesbarkeit. Die wellenförmigen Serifen, die die Buchstaben miteinander verbinden, wurden kenntlicher gestaltet.

Schritt 4

Die Bögen wurden angepasst, die Kanten geschäft, um ein wenig der Ruhe rauszunehmen und ein wenig Seriösität einfließen zu lassen. Eine Welle wurde an der k-Linie, der Oberlänge, hinzugefügt. Diese soll das Logo kompakter wirken lassen.

Schritt 5

Zu guter Letzt wurde der Slogan zum Logo addiert und zeigt es abgerundet in voller Pracht. „live well – dreamwell“.  

04 Typefaces

Das Logo ist das Gesicht eines Unternehmens. Mit dem Logo kann ein Unternehmen eine Message mit einem simplen Wort (der Wortmarke) oder einem illustrierten Bild (der Bildmarke) an seine Zielgruppe und die breite Masse bringen.  

In dieser Sektion zeige ich den Entstehungsprozess der Wortmarke von dreamwell. Eine Wortmarke besteht zumeist nicht nur aus einer Schrift, sondern kann genauso aus Spielereien diverser Typefaces in Kombination bestehen.

Logo-Typeface

Die Font des Logos ist die Musket. Sie entsprach den Vorstellungen durch ihren eigenen Schwung der Slabserifen am besten.

Headline

Die Font Aleo eignete sich gut als Headline, besonders, weil sie die Fehler der Musket ausbesserte und zusätzlich in jedem Schnitt leserbarer als die Musket. Je nach Werbemittel und -größe variiert die Größe der Headline.

Fließtext

Der Fließtext hebt sich von der Headline ab, ist jedoch in Kombination ein guter Kontrast – so wie hier. Die Source Sans, eine beliebte Sans Serif-Schriftart, ist ein guter Kontrast zur Slab Serif-Schrift: der Aleo. Um die richtige Schriftgröße des Fließtextes zu ermitteln, dient die Rechnung: Größe der Headline ÷ 3.

Sonderschrift

Gestalterische Richtlinien legen dar, dass in der visuellen Kommunikation nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten sowie nicht mehr als drei Schriftschnitte verwendet werden sollten, damit der Rezipient nicht zu sehr vom Inhalt abgelenkt wird und eine Ausgewogenheit und Balance zwischen Text, Inhalt und Bild existiert. Eine Sonderschrift wurde hier, in Form der Univers, gewählt, damit die Gestaltung für besondere Fälle ausbrechen darf. 

05 Korrespodenz

Ein Design, das Logo, die Typefaces, die Farben, haben nicht viel Wert, wenn sie nicht richtig eingesetzt werden können. Diese Korrespodenz veranschaulicht die bisherigen Sektionen kombiniert im Geschäftspapier.

In dieser Version der Korrespodenz von dreamwell wird das Corporate Design in diversen Geschäftspapieren präsentiert. Passend zur Idee wurde zusätzlich ein transportables Brillenetui hinzugefügt – man schläft ja auch außerhalb der gewohnten vier Wände.

06 Werbemittel

Design wirkt. Auf Werbemitteln entstehen aus den Aussagen der Farben und Typefaces, die Geschichten, die den Dialog mit den Rezipienten führen sollen.

Bei der Werbung wird versucht auf das AIDA-Konzept zu bauen: A für Attention, I steht für Interest, D für Desire und das letzte A für Action. So führen wir Dialoge, die einen Spannungsbogen aufbauen und (hoffentlich) zur Aktion, dem Kauf oder dem Gedanken zum Kauf, führen sollen. In den nächsten Beispielen wird mit Testimonials geworben, bei denen die Gesichter z. T. abgeschnitten sind, damit sich der Rezipient gedanklich selbst in die Werbung platzieren kann und es somit personalifiziert wird. 

„[…] und sei ein Held!“

„[…] und verliebe dich!“

„[…] und sei ein Actionstar!“

Die komplette Marke, Werbung und Darstellung ist fiktiv und gilt rein der Veranschaulichung!